24.01.2011

Beginn der Sanierung im Wissenschaftspark Marienwerder

Im Rahmen der Entwicklung des Wissenschaftsparks Marienwerder ist geplant, einen ca. 10 ha großen Grünzug um den Rossbruchgraben im Zentrum des Gebietes herzurichten. Im Rahmen dieser Herrichtung ist es vorgesehen, die Aufenthaltsqualität im Bereich der Grünfläche deutlich heraufzusetzen, Wegeverbindungen zwischen den einzelnen Vermarktungsflächen zu schaffen sowie das zentrale Element, den Roßbruchgraben, naturnah umzugestalten. Durch diese geplante Entwicklung des Grünzuges Roßbruchgraben soll die Identität des Wissenschaftsparks gestärkt werden und somit die Attraktivität dieses Standortes für technologieorientierte Betriebe, Verwaltung und Institutionen maßgeblich gesteigert werden, um eine zukünftige Vermarktung zu erleichtern.

Im Bereich des 1989 durch die Landeshauptstadt Hannover erworbenen Grundstückes wurden im Zuge diverser Untersuchungen Bodenverunreinigungen durch Schwermetalle und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe festgestellt. Unter Verwendung aller Ergebnisse der früheren Untersuchungen wurden die erforderlichen Maßnahmen für die Gefahrenabwehr unter Berücksichtigung der zukünftigen Nutzung (Park- und Freizeitanlage) abgestimmt und im Jahr 2008 in einen Sanierungsplan zusammengestellt. Die Aufstellung des Sanierungsplanes erfolgte dabei in enger Abstimmung mit den landschaftsplanerischen Maßnahmen zum naturnahen Ausbau des Rossbruchgrabens.

Im Zuge der Sanierung wird mit einem zu handhabenden Bodenvolumen von ca. 30.000 m³ Boden, Grabensediment und Bauschutt unterschiedlicher Belastungsklassen gerechnet. Die Kosten für die Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen werden ca. 6,6 Mio. € betragen.

Der Träger der Sanierungsmaßnahme ist die Landeshauptstadt Hannover. Die Stadt erhält vom Nds. Umweltministerium über die Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) eine Million Euro Fördermittel für die Entwicklung des Wissenschaftsparks Marienwerder. Die Gelder stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Förderung der Wiedernutzung brachliegender Industrie- und Gewerbeflächen.

M&P Geonova war bereits im Vorfeld der Sanierungsmaßnahme bei der Erstellung des Sanierungsplanes sowie der Vorbereitung der Ausschreibung und Vergabe der Arbeiten beteiligt und ist jetzt mit dem Entsorgungsmanagement und der fachlichen Begleitung der Sanierungsmaßnahme beauftragt. In diesem Rahmen erfolgt die regelmäßige Untersuchung sowie die abfallrechtliche Einstufung des Aushubmaterials, die Bearbeitung im elektronischen Nachweisverfahren sowie die messtechnische Überwachung des Arbeits- und Emissionsschutzes auf der Baustelle. Außerdem werden die Belange des Sicherheits- und Gesundheitsschutzes auf der Baustelle koordiniert.